Nachdem wir also diesmal routiniert und fix schlafen gehen konnten, deutete alles auf eine geruhsame und entspannte Rückfahrt, aber …

Es begann damit, dass ich (seit Wochen) gegen 5 wach wurde und versuchte wieder einzuschlafen. Plötzlich meinte Neele von oben „Bist du wach? Was machst du? Hier stinkt s'“ Ich entgegnete, dass ich versuche wieder einzuschlafen. Nach dem 3. „Hier stinkts“ kam „ich kann eh nicht schlafen, ich komm runter“. Der Abstieg verlief deutlich flüssiger, sehr kooperativ und für mich unerwartet grazil! Ich war allerdings ziemlich k.o. und genervt, was Neele auch zu merken bekam.

Half nix, wenn sie nicht schlafen kann, bin ich chancenlos! Aber weiblicher Charme macht jeden Granitklotz weich und alsbald begannen wir unser neues Hauptspiel „Quixx“. Zumindest bis wir nach der Zugbegleitung klingelten. Das Personal hatte gewechselt, die Frühstücks bestellung musste neu gemacht werden, aber so konnte ich mal Ren probieren.

Wir hatten in Stockholm 34 Minuten Umstiegszeit, während des Frühstücks stieg unsere Verspätung auf 1 Stunde, also sollte unsere Fahrt ab jetzt stressig sein.

In Stockholm rotierten die Mitarbeiter, zwischenzeitlich boten sie uns Aufenthalt, Übernachtung und Weiterreise morgen, auf Kosten der schwedischen Bahn an. Ich hätte es evtl gemacht, für Neele wäre es schwierig geworden, unter anderem da sie am Folgetag unbedingt zuhause sein wollte.Also fuhren wir weiter gen Heimat.

Auf der Fahrt nach Kopenhagen wollten die Bahnbegleiter den Ausstieg organisieren, es klappte letztlich nicht und wir wurden per Muskelkraft aus dem x2000, Mischung ICE / Shikansen geholt. Bei mir war das kein größeres Problem, Neele hatte aber alles aufgeladen, was noch an Gepäck über war. Ich ärgere mich bis heute, davon kein Photo gemacht zu haben!

So beladen hatten wir 27 Minuten vom Bahnsteig mit einem von 3 Aufzügen (mistig beschildert) in die Haupthalle zu kommen, zum Schalter der dänischen Bahn zu rasen, Nummer ziehen, warten, Problem auf dänisch (meine 1.-2. Fremdsprache) schildern, gesamte Weiterfahrt regeln+ein/um/aus-Stiegshilfe organisieren. Kurze Rede, langer Sinn: wir brauchten 25 Minuten, 2 Minuten später startete der Zug nach Fredericia. Ohne mein Dänisch, vor allem aber dank der genervten, aber alles fast stoisch ruhig alles ertragenden Neele hätte sowas mit dem Gepäckberg nie geklappt!!!

In Fredericia wurden wir mit laaaaaaangsamer Hebebühne rausgeholt, konnten etwas futtern, dann kam der Helfer zum einladen, der das völlige Chaos auslöste. Ob er bis zum Schluss nicht verstanden hat, was er gemacht hat, keine Ahnung… Er sollte uns unsere Tickets nach Flensburg übergeben, stattdessen gab er dem Zugführer (der damit am wenigsten anfangen konnte) seine Auftragsbestätigung für unseren Einstieg, da er der Überzeugung war, es sei das Ticket. Der freundliche Zugbegleiter war dann gezwungen uns erstmal als Schwarzfahrer zu registrieren. So waren wir bald für ca. 15 Minuten Straftäter, konnten nach einem Tip eines Hamburger Fahrgastes dies aber negieren.

Neele war nun völlig geschafft, wollte nur noch bei mir ankommen und ich war k.o., da ich schon vor Kopenhagen mit dem Schlafentzug und ungeplantem Pflegenotfall haderte.

Neele animierte mich erstmals im laufenden Zug dies zu bewerkstelligen, ich versuchte es, aber aus verschiedenen Gründen haute es noch nicht hin.

In Flensburg war natürlich ab 20.00 kein Personal mehr, 20.07 hätte man uns aber ausnahmsweise geholfen, nach dem durcheinander war es nun aber 22.11.

Wolfgang, mein Übermieter, holte uns mit seinem Kombi ab, kriegte alles im Wagen unter und endlich waren wir Zuhause angekommen!

Neele machte sich bettfertig und schmiss sich ins Bett, schlief in Bruchteilen einer Nanosekunde ein. Ich musste noch auf die Nachtpflege warten, danach konnte auch ich schlummern.

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Morgens wurde ich wie immer als erster von Neeles Wecker wach, wir guckten in allen Taschen wem was gehört und sortierten. Danach gab es ein verfrühtes Spaghetti-Brunch, Finanzabrechnung (wir haben nun auch für kommende Touren ein Haushaltsbuch), zur Bank am Automaten begleichen, zurück zu mir.

Da bekamen wir einen Riesenschreck! Trotz Hetze und Eile, war schon da kaum möglich, Neeles Heimfahrtszug zu erreichen. Wir versuchten es trotzdem, scheiterten nur knapp. Zudem meldete sich Lennart (Flensborg Avis) und auch den geplanten Pressetermin (Thema Öffentlichkeitsarbeit) mussten wir sausen lassen

Mit einer Stunde Verzögerung fuhr Neele leider schon weg, die Schwedentour nahm somit ihr Ende nach 9 1/2 Tagen (solange hatten wir es noch nie am Stück miteinander, vor allem sie mit mir, ausgehalten).

Nachtrag: Meine Mutter fragte hinterher „Und will Neele nochmal mit dir verreisen?“ 😀

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2 Gedanken zu “Rückreise (ab 5 Uhr) von Schweden nach Flensburg+Neele zu sich heim.

    1. Durch den Herrn, der uns in Fredericia in den Zug half, der einen dicken Fehler machte, waren wir plötzlich ohne gültiges Ticket. Wir konnten nix dafür, der Zugbegleiter hatte aber keine Wahl und musste uns als Schwarzfahrer bestrafen, wir bekamen je eine Aufforderung in den nächsten Tagen 108 Euro umgerechnet zu überweisen.
      Wir waren von der chaotischen Rückfahrt so gestresst, dass uns erst ein junger Mann auf mein Europa-Spezial Ticket verwies, das trotz des Chaos gültig blieb.
      Der Zugbegleiter löschte dann die Strafe

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