Solche oder zumindest in die Richtung gehende Fragen kommen alle paar Tage vor allem in Facebook-PN an.

Da es bei der Reise nach Luleå noch andere Dinge zu beachten galt, mache ich erstmal nur einen nationalen Vergleich, der nur als grobes Modell gelten kann.

0815-Fußgänger

  1. Ziel und Termin aussuchen
  2. Entweder direkt zum Schalter oder erstmal online sich eine Tour bauen.
  3. Zum Schalter
  4. Karte(n) kaufen
  5. Nach Hause und vor der Fahrt packen
  6. Hotel buchen.
  7. Losfahren

Rollifahrer

  1. Ziel und Termin aussuchen
  2. Tour bauen
  3. Mobilitätsservice der DB anrufen
  4. Fragen, ob in den ausgewählten Zügen der Rolliplatz noch frei ist. Wenn ja, zu 5., Wenn nein, zurück zu 2. bis Antwort ja lautet.
  5. Überprüfen lassen, ob an Ein-,Um-, Ausstiegsbahnhof der dortige Mobilitätsservice, falls vorhanden, anwesend ist. Wenn nein, zurück zu 2., Wenn nein, zu 6.
  6. Angaben zu Begleitung und Gepäck machen.
  7. Karte und Mobilitätsservice klar machen, also Karte kaufen, Service anmelden.
  8. Nach Hause und bis inklusive Abreisetag hoffen, dass Mobilitätsservice nicht anruft „Bahnhof x hat abgesagt, wir müssen das ändern“, ansonsten wieder zu 2.
  9. Möglichst rollitaugliche Unterbringung finden, packen
  10. Bei hohem Pflegemittelbedarf Paket fertig machen, mit Unterbringung regeln und vorschicken
  11. Am Abreisetag zum Bahnhof und hoffen, das alles klappt
  12. Losfahren

Falls euch der Vergleich gefallen hat, es Fragen gibt, ihr weitere Vergleiche möchtet, schreibt uns.

P.S.: Was während einer Reise passieren kann, uns schon passiert ist, dazu müsste man Bücher schreiben.

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4 Gedanken zu “Was ist anders, wenn man statt als 0815-Fußgänger als Rollstuhlfahrer eine Fernzugreise antreten möchte?

  1. Die Fahrtanmeldung über den Mobilitätsserivice, um Ein- Um- und Austiegshilfen zu planen muss zudem späteten einen Tag vor Fahrtantritt erfolgen. Bei Fernverkehrszügen vorsichtshalber eher, damit der Rollstuhlstellplatz noch frei ist und reserviert werden kann.

    Selbst am Abreisetag, nachdem man losgefahren ist, kann noch immer mal was schiefgehen, wenn zb Verspätungen dazwischenkommen, der Zug auf ein anderes Gleis umgeleitet wurde und der Ausstiegshelfer dies zu spät erfahren hat, , der Ausstiegshelfer nicht vor Ort ist, an Umstiegsbahnhöfen Aufzüge defekt sind, der Zug aus unvorhergesehenen Gründen anders fahren musste als ursprünglich geplant usw usf.
    Kam bei mir bisher selten vor, alle genannten Dinge kamen aber schon vor

    Ist für viele Rollstuhlfahrer ne schwierige Sache. Für den „0815-Fußgänger“ zwar auch ärgerlich, der kann allerdings überall spontan aus-, um- und einsteigen und einfach weiterfahren.

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    1. Der Mobilitätsservice muss spätestens um 19.59 vor Abreisetag informiert werden, wenn man ab 8 Uhr reisen möchte (im Fernverkehr). Im Nahverkehr ist eine Anmeldung nicht mehr nötig, wird je nach Bahnhof aber empfohlen.

      Was auf Reisen passieren kann, hab ich absichtlich ausgelassen

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      1. Haste zwar an und für sich recht, im Fernverkehr kann man da aber je nach Route die A-Karte haben, wenn die Rollstuhlplätze bereits belegt sind.

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