Ich war am 20. und 21. in Flensburg beim 3. Barcamp. Der Veranstaltungsort war erneut das Technologiezentrum. Dadurch ergab es sich, dass die meisten Themen sehr technologisch waren.

Doch erstmal: Was ist ein Barcamp?

Barcamps finden meist an Wochenenden über zwei Tage statt und im Fokus steht die Wissensvermittlung und der Austausch zwischen den Teilnehmern. Es gibt jedoch kein vorher festgelegtes Programm, keine vom Organisator beauftragten Vorträge oder Speaker. Stattdessen hat jeder Teilnehmer des Barcamps die Gelegenheit, sich selbst einzubringen, Workshops anzubieten, Themen zur Diskussion zu stellen oder als Redner aufzutreten.

Der genaue Ablauf eines Barcamps entwickelt sich somit in den ersten Stunden der Veranstaltung, wo alle späteren Sessions vorgestellt geplant werden. Wie spannend, informativ und interessant das Event wird, hängt somit vom Engagement der Teilnehmer ab. Das Barcamp ist, was du daraus machst. (karrierebibel.de)

Voriges Jahr hatte ich bei Erstteilnahme bereits 2 Sessions gehalten. Einmal zum Thema „Reisen mit zusätzlichen Faktoren“ (z.B. Rollstuhl), einmal zum Thema „Umgedrehte Inklusion“. Beide waren, gemessen an den dort gängigen, spezielle Themen. Daher war auch klar, dass (neben vieler zeitgleicher Sessions) die Teilnehmerzahl klein bleibt. ABER: Weniger Teilnehmer, mehr Diskussion.

Wie voriges Jahr, so auch dieses Jahr ergaben sich lebhafte Diskussionen, die für beide fruchtbar und, wie sich vorallem in diversen Gesprächen in den Mittagspausen herausstellte, zu weitergehenden Überlegungen führten.

Dieses Jahr also lud ich zu 2 Sessions ein: „Reisen mit Rollstuhl (Part 2)“ und „Debattenkultur IN Randgruppen“.

Die erste Session war quasi ein Selbstläufer, gereist ist jeder Mal, was es aber bedeutet, wenn sich Faktoren ändern, kennen wenige. (Eltern mit Kinderwagen am ehesten) Praktische Beispiele halfen, es wurden viele Ideen ausgearbeitet, wie man manche Schwierigkeiten umgehen, lösen oder umgestalten kann.

Die zweite Session, die mir erst im Bus auf dem Weg zum Barcamp einfiel, war auch für mich ein Risiko. Ob die kleine Wortänderung von „ÜBER“ zu „IN“ Interesse weckt, ob ich den Perspektivwechsel transparent und mitgehbar gestalten kann. Es kamen Teilnehmer, die vor allem erstmal völlig überrascht waren über ausgewählt vielseitige Zitate aus einer Randgruppe. Es entwickelte sich eine sehr lebendige Diskussion, die auch für mich völlig überraschende (temporäre) Ergebnisse brachte. Nur als Beispiel: „Wenn man den Gruppenbegriff komplett auflöst, bleibt doch jetzt das, was erst erreicht werden soll.“ (Zum Thema Inklusion von Randgruppen).

Wie oben erwähnt, auch ausserhalb der Sessions wurde das Gespräch gesucht, in anderen Sessions wurde ich punktuell eingebunden, so von der erfahrenen Barcamp Inga, mit der eine gemeinsame Session sicher einmal sehr spannend würde (Sie hat auch ungewöhnliche Themen und eine sehr lebendige und aktivierende Art Sessions zu leiten.).

2019 möchte ich gerne wieder mitmachen, besonders schön wäre es, wenn Neele mit dabei sein könnte.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Barcamp – Nachlese

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s