In Bad Segeberg angekommen, mussten wir erstmal den Weg zum Kalkberg finden, auf dem die Karl-May-Festspiele stattfinden. Neele war zwar schon einige Male dort, aber eben nie vom Bahnhof aus. Da die Beschilderung grausig war, nahmen wir einen Weg, der selbst uns geübte Rolli-Fahrer stark beanspruchte, inklusive steilem Holperweg.

Oben angekommen, kümmerte ich mich um die Karten. Neele hatte zwar vorbestellt und diese waren ihr zugesandt worden, aber wir hatten Zweifel, ob sie korrekt waren.

Siehe da, falsch! Glücklicherweise wurden sie storniert und wir bekamen die richtigen. Leider waren unsere Sitzplätze sehr bescheiden.

Neele berichtete, dass sie bisher ganz unten an der Bühne saß, nun aber sitzt man seitlich ganz oben (ich vermute aufgrund Fluchtwegplan und neuer Brandschutzverordnung und braucht fast ein Fernglas. Zudem sind auch noch oft die Masten, an denen die Lautsprecher hängen eine Sichtbehinderung. (Foto kommt nach, muss erst auf Verordnung geprüft werden). Dafür ist der Kartenpreis günstig und da wir beide das B für (sinngemäß) „Die Mitnahme einer Begleitperson ist möglich“ im Behindertenausweis haben, musste nur 1 von Tickets gezahlt werden (Nebenbei: Die Zugfahrten waren alle im Regionalverkehr, also dank Wertmarke des Versorgungsamtes gratis).

Die Vorstellung an sich war sehr kurz mit 1 3/4 Stunden (20 Minuten Pause bereits enthalten), Neele meinte, die die sie gesehen hatte, waren mindestens 1 Std. länger. Mir selbst kam es auch weniger wie ein Theaterstück mit durchgehender Handlung vor, es war eher eine Nummernrevue mit, allerdings sehr guten Tanzeinlagen. Weiterhin positiv war die Nutzung des Zuschauerraumes als Bühnenerweiterung und der ein oder andere Knalleffekt. Ganz gruselig fand ich hingegen die überbetonte, auch oft holpernde Sprechweise einiger Darsteller. Immerhin sind teilweise sehr nahmhafte Filmdarsteller dabei.

Nach der Vorstellung ging es zum Bahnhof zurück, diesmal folgten wir dem Zuschauerstrom in anderer Richtung und an sich war dies auch richtig. Allerdings standen wir plötzlich an der Kurve zur Bundesstraße! Neele hat einen ausgeprägten Nichtorientierungssinn, ABER der Fehler ging zu 100% auf mich!!!

Trotzdem erreichten wir den Bahnhof gerade noch rechtzeitig, fuhren nach Bad Oldesloe, dort mit dem Taxi (mein Rolli hat seitdem gravierende Lackschäden) zur Jugendherberge, checkten ein, bezogen unser Zimmer und machten uns einen entspannten netten Abend. Als ich vom letzten Katheterisieren kam, schlief Neele schon zu 4/5 und somit nahm der Abend ein abruptes Ende.

Am nächsten Morgen wurde gepackt, gefrühstückt und schon ging es zum Bahnhof (mit Taxi) und alsbald hatten wir noch 1 Std Aufenthalt in Hamburg bis jeder zu sich nach Hause fuhr.

Resümee: Alles ist gut verlaufen. Auch wenn die Zeit viel zu kurz war, es war ein geeigneter Test für die nächste Zeit, wenn Neele in der Ausbildung Freitag länger Schule hat. Grundsätzlich passt es also trotzdem.

Wichtigster Punkt: Neele hat erstmals eine gemeinsame Tour ganz alleine geplant und organisiert, dafür gebührt ihr eine 1, da die kleinen Stolpersteine nicht ihr Verschulden waren.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s