Bevor ich richtig loslegen, muss ich uns beide entschuldigen. Durch Neeles nahendes Ausbildungsende und entsprechender Vorbereitung auf die Prüfungen, in der ich ihr soweit möglich und gewollt, mithalf, kamen wir beide nicht zum bloggen. Mir selbst ging es, abgesehen von den Barcamps Flensburg und Hannover auch nicht immer sonderlich gut. Aber egal, ihr wollt endlich den Reisebericht und hier ist er, zumindest Teil 1.

Zu Beginn war ich erstmal einige Tage bei Neele, bis auf einer pflegerischen Meisterleistung und einer erstmals erfolgreichen Aktion meinerseits, war es recht unspektakulär, abgesehen davon, dass mir Neele ihre Gemeinde/Kirche zeigte.

Dann wurde es spannend. Zusammen mit ihren Eltern fuhren wir erstmal bis Osnabrück, dort trennten wir uns und Neele und ich fuhren gemeinsam bis Amsterdam Central im IC. Die Fahrt war seit gut 2 Monaten gebucht und angemeldet, Ein- und Ausstiegshilfe natürlich auch. Diese klappte, wie allermeistens, in Osnabrück tadellos. Bei uns war also, nicht wie aktuell immer mal zu hören und lesen ist, alles ok.

Nach ruhiger, mit spielen verbrachter Fahrt, kamen wir in Amsterdam an und ab da wurde es kurzzeitig abenteuerlicher, da die gemeldete Ausstieg hilfe nicht da war. Das Zugpersonal hatten wir auch schon länger nicht gesehen, kurzzeitig waren wir ratlos. Dann tauchte ein Müllarbeiter auf, dieser schnappte sich Personal und plötzlich war auch die Rampe da.

Da wir recht wenig (im Vergleich zu Luleå letztes Jahr) an Gepäck hatten, wir packen halt jedes Jahr geschickter, konnten wir dann recht fix runter vom Gleis und konnten dank QR-Code durch die Schranke (die wird in weiteren Teilen spannend) in das Vorgebäude.

Dort mussten wir an die Chipkarten für den ÖP(N)V kommen und fanden bald die Automaten, die sich als nicht rolligerecht herausstellten, dafür. Das Tippfeld ist ziemlich hoch, aber ich hab lange Arme. Dann muss man eingeben wieviel man aufladen will, da diskutierten wir kurz und gaben den Betrag ein. Nächster Schritt war das Einschieben der Bankkarte, da war mein Arm noch so gerade ausreichend. Letzter Schritt: Gib deinen PIN Code ein… Tja, Display lag schräg nach hinten, Tastatur war extrem knapp erreichbar. Also gab ich die PIN ein, Neele stand durch Orthesen gesichert auf, sehr bald war Karte 1 unser und bei der 2. war es ähnlich.

Nachdem wir in Hochparterre die Busse und auch unseren nach Volendam fanden, wurde es fast spannend. Der Bus (mit Klapprampe) war erlaubt für 1 Rollstuhl, trotzdem kamen wir beide mit, die Fahrerin interessierte sich 0 dafür.

In Volendam fragten wir junge Erwachsene mit grausigen Englischkompetenzen nach dem Weg zum Hotel, wurden wenig schlauer und zogen los.

Volendam ist ein kleines Städtchen am Ijsselmeer, von der Innenstadt Richtung Hafen muss man einen Damm überwinden, einer der Wege hat keine Stufen. Genau diesen fanden wir intuitiv (online Wegbeschreibungen ignorieren Topographie) und standen mit kleinem Umweg vor unserem Hotel, 7 Wochen vorher gebucht.

P. S. Das Hotel bekommt einen eigenen Blogbeitrag, ab da gibt es dann auch reichlich Fotos! Bis hier hatten wir einfach keine Ruhe dazu.

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