Eines Abends hielt Neele für mich eine Überraschung mit weitreichenden Folgen bereit. Sie fragte plötzlich in Skype „Passt dir Wochenende x oder y besser?“ ohne für mich ersichtlichen Zusammenhang. Aufgrund von weiteren notwendigen Nachfragen wurde aber deutlich, dass sie mich für einen Kompaktwochenendkurs zum Motorbootführerschein anmelden wollte.
Dies tat sie letztlich auch und ich fuhr mit dem Bus, da der Kurs in der Universität Flensburg stattfand, Freitag abends los und betrat den Raum. Eigentlich hatte ich erst irritierte Blicke des Kursleiters wegen des Rollstuhls erwartet, aber er meinte nur „Komm rein, hier vorn ist Platz.“
Nach dem ersten Abend sprachen wir miteinander, aber er meinte direkt „Von mir aus ist das kein Problem, kriegen wir hin. Das ärztliche Attest am Sonntag wirst du sicher auch hinkriegen, ob der Prüfungsausschuss dich zulässt, ist deren Entscheidung. Vielleicht können wir da aber auch ein gutes Wort unterstützend einlegen.“
Der Samstag und der Sonntag waren dann sehr lernintensiv. Spannend war allerdings der Samstag Abend, denn da wurden wir gefragt, ob wir am Sonntag noch den Crashkurs „Binnen“ machen wollen. Ich bejahte es natürlich. (Wissend, dass in Deutschland kein Rollifahrer den Binnen und See – Schein hat)
Sonntag morgen kam dann der Arzt zur Untersuchung, dieser hatte grundsätzlich auch kein Problem mit dem Rollstuhl, gab allerdings in dem Attest noch die berechtigte Auflage, dass jemand mit gleicher Bootsqualifikation mit dabei sein muss, für den Fall einer Havarie oder Unpässlichkeit meinerseits.
Nach dem Kurs sollte dann in Bälde die praktische Fahrstunde sein, doch diese fiel für mich flach, denn …

P.S.: Den Motorbootführerschein darf ich vom Prüfungsamt machen, dass es bislang nicht geklappt hat, hat andere Gründe.

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